Wandern - ein Trendsport mit langer Tradition
Der Weg ist das Ziel – Diese wohlbekannte und vielzitierte konfuzianische Weisheit bringt auf den Punkt, was den Reiz des Wanderns ausmacht: unterwegs zu sein, die Füße einfach laufen zu lassen, einen Weg zu gehen um des Gehens Willen.
Als erste historisch dokumentierte Persönlichkeit, die nur zum Vergnügen wanderte, gilt der italienische Dichter und Geschichtsschreiber Francesco Petrarca, der im 14. Jahrhundert zusammen mit seinem Bruder den Mont Ventoux bestieg.
Unsere heutige Vorstellung vom Wandern ist aber vielmehr von den Romantikern des 18. und 19. Jahrhunderts geprägt. Sie suchten in der wilden und unberührten Landschft einen Spiegel für ihr eigenes Ich, wollten sich selbst finden.
Nachdem es in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich die ältere Generation war, die die Vorzüge des Wanderns zu schätzen wusste, entdecken heute auch immer mehr junge Leute diesen Sport wieder für sich. Fast die Hälfte aller Deutschen (34 Mio) ist regelmäßig zu Fuß unterwegs.
Wandern ist also zu einer regelrechten Volksbewegung geworden. Kein Wunder, denn die sportliche Betätigung in der Natur ist einfach ideal, um den Kopf zu befreien, die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen, einfach mal durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen.
Zudem ist Wandern extrem gesund. Es stärkt die Abwehrkräfte, das Herz-Kreislaufsystem und die Muskulatur. Ebenso fördert es die allgemeine Fitness und die Kondition ist ist einfach wohltuend für Körper, Geist und Seele.
Aber auch das Naturerlebnis ist von entscheidender Bedeutung in einer Zeit, in der immer mehr Menschen fast den gesamten Tag in geschlossenen Räumen verbringen. Die Sehnsucht nach frischer Luft, weiten Landschaften und der Stille eines Waldes fernab von der Zivilisation wächst mit der Arbeitsbelastung im Alltag und der zunehmenden Entfremdung von der Natur.


